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Die Lust am Unheimlichen -  Reinhild Boehnke.jpgDie Lust am Unheimlichen

Ein Streifzug durch Literatur und Kunst

Reinhild Böhnke

 

 

2017 - Passage-Verlag

 

Gebunden

29,50 €

 

Sind Erzählungen von E.T.A. Hoffmann oder E.A. Poe, sind Geschichten von Vampiren, Werwölfen und Spukhäusern nur etwas für kindliche Gemüter? Im Bereich der unheimlich-phantastischen Literatur gibt es neben Trivialem und Populärem Weltliterarisches, und die Übergänge sind oft fließend.
Die Germanistin und Anglistin Reinhild Böhnke, die seit mehr als zwanzig Jahren den Nobelpreisträger J. M. Coetzee ins Deutsche übersetzt, führt den Leser durch die Zeiten von der Französischen Revolution bis zum Wirtschaftswunder und durch Länder und Kontinente mit den Schwerpunkten Deutschland, England, Frankreich, Russland und Amerika, um das Kaleidoskop unheimlich-phantastischer Erzählungen zu zeigen. Dabei wird deutlich, dass phantas tische Literatur eng mit gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen verbunden war und ist. Dichter verleihen ihrem Unbehagen an der Zeit Ausdruck, indem sie durch Risse in der Alltagswelt den eisigen Hauch tiefer Verun sicherung dringen lassen. Mit phantastischer Aggression bekämpfen sie soziale Ungerechtigkeit und sorgen für atemlose Spannung und lustvollen Schauder.
Das Buch versammelt neben den literarischen Betrachtungen eine Anzahl überraschender Gemälde und Grafiken zum unheimlichen Thema. Außerordentlich sind die Buch illustrationen, bei deren Betrachtung ein Glas Whisky nicht schaden kann.

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Auch Zahlen sind politisch

Der Autor Oliver Schlaudt kritisiert die scheinbare Objektivität von Statistiken

Von Guido Speckmann
erschienen in: Neues-Deutschland 13.06.2018

»Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.« Dieser Satz ist längst zum geflügelten Wort geworden. Doch um Statistiken oder Zahlen, die durch Fälschung entstehen und mit denen Akteure einen politischen Zweck verfolgen, geht es in dem neuen Buch von Oliver Schlaudt nur am Rande. Den über ökonomische Fragen schreibenden Philosophen interessieren jene Zahlen, bei denen alles mit rechten Dingen zugeht. Denn: Auch dann sind Zahlen politische Zahlen, so Schlaudts Hauptthese.

Er verdeutlicht das anhand des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die magische Zahl über die Rate des Wirtschaftswachstums ist ohne Zweifel die wichtigste politische Zahl. Wenn es heißt, die deutsche Wirtschaft ist um soundsoviel Prozent gewachsen, wird das als gut bewertet. Und zwar von allen relevanten politischen Akteuren, seien es konservative oder linke Parteien, Unternehmerverbände oder Gewerkschaften. Die Zahl bekommt dadurch den Status des Faktischen und Unhinterfragbaren. Sie wird gewissermaßen eine politische Zahl, weil sie - paradoxerweise - entpolitisierend wirkt. Warum? Weil diese hochkomplexe Zahl, die den Zustand einer ganzen Volkswirtschaft in einer Ziffer auf den Punkt bringen will, an sich nicht mehr hinterfragt wird. Höchstens wird ein »ja, aber« nachgeschoben. Das Wachstum müsse gerecht verteilt oder ökologisch gestaltet werden.

Dabei liegen die Probleme des BIP auf der Hand. Schlaudt schreibt: »Wer das Auto nimmt, trägt mehr zum BIP bei, als wer mit dem Fahrrad fährt. Wer sein Auto gar auf dem Nachhauseweg zu Schrott fährt, ist ein Held des BIP.« Wie, so fragt der Autor, kann diese Zahl also mit dem Wohlergehen zusammenhängen?

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist nur ein Beispiel über die Macht der Zahlen im gegenwärtigen Neoliberalismus. Evaluationen, Leistungsindikatoren, Rankings und Benchmarks - überall bestimmen Ziffern unsere Lebensrealität. Die zugrundeliegenden Vorentscheidungen und Annahmen werden aber kaum problematisiert.

Der Schein der Objektivität, der von diesen Zahlen ausgeht, wird von Schlaudt kritisiert. Das Interessante an seinen Ausführungen ist, dass die politischen Zahlen nicht mit anderen, besseren Zahlen kritisiert werden. Im Gegenteil: Der Autor kritisiert auch dieses Vorgehen. So bemängelt er beispielsweise an den alternativen Konzepten des BIP, dass sie auf der Ausdehnung des Kapitalbegriffs beruhen.

Schlaudts Ausführungen sind anspruchsvoll. Wer sich auf die Lektüre einlässt, wird jedoch mit neuen Erkenntnissen belohnt. Kritisch anzumerken ist, dass der Neoliberalismus bei Schlaudt mitunter als einheitlich handelndes Subjekt erscheint. Seine Schlussfolgerung lautet: Politik muss politischer werden, damit sie nicht zur technokratischen Expertenherrschaft verkommt, die auf scheinbar objektive Zahlen und den Markt vertraut.

Oliver Schlaudt: Die politischen Zahlen. Über Quantifizierung im Neoliberalismus, Klostermann, Frankfurt am Main 2018, 192 Seiten, 19,80 Euro

 

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Die politischen Zahlen

Über Quantifizierung im Neoliberalismus

Oliver Schlaudt

 

 

2018 - Klostermann

 

Kartoniert

19,80 €

 

BIP, Wirtschaftswachstum, Leistungsindikatoren und Rankings. Wir alle sind ständig von den "politischen Zahlen" umgeben, wenn wir nur die Nachrichten einschalten oder die Zeitung öffnen. Diese Zahlen stehen für rationale Entscheidungsfindung. Aber kaum einer kennt die gewaltige Maschinerie, aus der diese Zahlen stammen, die unser Leben bestimmen. In diesem Buch werden schrittweise und anschaulich die Grundlagen dieser Zahlenmaschinerie dargelegt. Politische Vorentscheidungen, zweifelhafte Annahmen, bisweilen bare Absurditäten bestimmen den Mechanismus, durch welchen eine zahlengläubige Gesellschaft beständig die Illusion nährt, Politik sei im Grunde überflüssig, da die richtigen Entscheidungen durch die "Fakten" bestimmt seien und letzte Fragen hinlänglich durch den Markt beantwortet würden.

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Die RNZ zur Fotobuch-Versteigerung vom Sonntag 3.6.2018
aus der Bibliothek von Stefan Kresin

 

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Sonntag 3.6.2018 - 11 Uhr

Fotobuch-Versteigerung aus der Bibliothek von Stefan Kresin, des langjährigen Fotografen der RNZ,
mit und für die Rhein-Neckar-Zeitung

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Ausgewählte Schwarz-Weiß-Bilder des Fotografen

 


 

Canciones para dar aliento
[Lieder zur Ermutigung]

Hilde Domin

 

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Vorwort und Übersetzung von Geraldine Gutiérrez. Editorial Llantén, Buenos Aires

 

2018 - Edición bilingüe

 

Buchvorstellung, am 12 Mai, Espacio Enjambre, Buenos Aires, Editorial Llantén

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Brennpunkt Nordkorea.jpgBrennpunkt Nordkorea

Rainer Werning

 

 

2018 - Edition Berolina

 

Kartoniert

9,99 €

 

Der seit Jahrzehnten schwelende Konflikt um die Koreanische Halbinsel heizt sich seit Monaten zu einer den Weltfrieden bedrohenden Auseinandersetzung auf. Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un testet Atomwaffen und Raketen, und US-Präsident Donald Trump droht dafür mit der totalen Vernichtung dieses Landes. Erschrocken mahnen Politiker aus aller Welt, vom deutschen Außenminister über den UNO-Generalsekretär bis zum russischen Präsidenten, eine friedliche Lösung des Konflikts an, denn ein atomarer Weltbrand droht! Doch was wissen wir eigentlich über den Konflikt, seine Vorgeschichte, seine aktuelle Brisanz und die handelnden Akteure? Die drei im vorliegenden Band versammelten Experten, die Koreanistikprofessorin Helga Picht, der Asienkenner Rainer Werning und der politische Publizist und Philosoph Arnold Schölzel, bringen Klarheit in die Problematik. Gegen die einseitigen Berichte in den westlichen Medien setzen sie eine umfassende Betrachtung aller Aspekte. Denn: Nur wer die Hintergründe versteht, kann sich selbst ein reales Bild machen. Ein kluges Buch genau zur rechten Zeit und eine unverzichtbare Lektüre für alle, die sich Aufklärung statt Propaganda wünschen.

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Wir sind ja nicht zum Spaß hier Deniz YücelWir sind ja nicht zum Spaß hier

Reportagen, Satiren und andere Gebrauchstexte

Deniz Yücel

 

 

2018 - Edition Nautilus

 

Kartoniert

16,00 €

 

"Dieser Ort", schreibt Deniz Yücel im Februar 2017 aus dem Polizeigewahrsam in Istanbul, "hat keine Erinnerung. Alle, die ich hier kennengelernt habe - kurdische Aktivisten, Makler, Katasterbeamte, festgenommene Richter und Polizisten, Gangster - alle haben mir gesagt: 'Du musst das aufschreiben, Deniz Abi.' Ich habe gesagt: 'Logisch, mach ich. Ist schließlich mein Job. Wir sind ja nicht zum Spaß hier.'"

Seinem Job als Journalist kann er seither nicht nachgehen. Denn er sitzt in der Türkei in Untersuchungshaft - davon neun Monate in einer Einzelzelle. Alle Anstrengungen seiner Anwälte, seiner Freunde und Kollegen in Deutschland wie in der Türkei, internationaler Journalistenorganisationen und der Bundesregierung seine Freilassung zu erwirken, sind bisher gescheitert. Nicht einmal eine Anklageschrift liegt bislang vor (Stand Dezember 2017). Doch seine Stimme lässt sich nicht wegsperren.

In mühsamer Kommunikation über seine Anwälte und kuratiert von der Journalistin Doris Akrap hat er eine Auswahl aus seinen Texten aus den vergangenen 13 Jahren zu einem ebenso klugen wie unterhaltsamen und in jeder Hinsicht abwechslungsreichen Buch zusammengestellt - Reportagen, Satiren, Polemiken, Kommentare, Glossen und andere "Gebrauchstexte aus dem Handgemenge". Außerdem gibt es zwei Stücke, die er im Hochsicherheitsgefängnis Silivri Nr. 9 hierfür verfasst hat, sowie einen Beitrag seiner Frau, der Fernsehproduzentin und Lyrikerin Dilek Mayatürk Yücel.

Ob es um Journalismus geht - "Scheißefinden und Besserwissen" -, um unsere Mitbürger mit Migrationshintergrund - "Mathe für Ausländer" -, um ganz Allgemeines wie "Biokoks und Surenbingo" oder, natürlich, um die Türkei - "Der Chef, der Putsch und der Park": Bei Yücel geht bissige Gesellschaftskritik mit einer klaren Analyse der harten Fakten einher.

"Aber wir sind ja nicht zum Spaß hier": Mit diesem Buch sprechen wir unserem Autor und Freund unsere Solidarität aus und fordern die sofortige Freilassung aller in der Türkei inhaftierten Journalistinnen und Journalisten.

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Träumer - Als die Dichter die Macht übernahmen.jpgTräumer

Als die Dichter die Macht übernahmen

Volker Weidermann

 

2017 Kiepenheuer & Witsch

 

Gebunden

22,00 €

 

1919, Revolution in München - und alle sind vor Ort: Ernst Toller, Thomas Mann, Erich Mühsam, Rainer Maria Rilke, Gustav Landauer, Oskar Maria Graf, Viktor Klemperer, Klaus Mann ...
Wann gab es das schon einmal - eine Revolution, durch die die Dichter an die Macht gelangten? Doch es gibt sie, die kurzen Momente in der Geschichte, in denen alles möglich erscheint ...Von einem solchen Ereignis, der Münchner Räterepublik zwischen November 1918 und April 1919 erzählt Volker Weidermann im Stil einer mitreißenden Reportage, bei der der Leser zum Augenzeugen der turbulenten, komischen und tragischen Wochen wird, die München, Bayern und Deutschland erschütterten.Nach der Vorgeschichte, dem Ende des 1. Weltkriegs und der Absetzung des bayrischen Königs, beginnt der magische Moment, in dem alles möglich erscheint: radikaler Pazifismus, direkte Demokratie, soziale Gerechtigkeit, die Herrschaft der Phantasie. An der Spitze der Rätebewegung stehen die Schriftsteller Ernst Toller, Gustav Landauer und Erich Mühsam, auf die nach den Tagen der Euphorie und der schnellen Ernüchterung lange Haftstrafen oder der Tod warten. In rasantem Tempo und aus der Perspektive von Beteiligten und Beobachtern vor Ort wie Thomas Mann, Klaus Mann, Rainer Maria Rilke, Adolf Hitler, Viktor Klemperer oder Oskar Maria Graf entsteht so ein historischer Thriller über ein einzigartiges Ereignis der deutschen Geschichte.

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Ein anderes Brooklyn.jpgEin anderes Brooklyn

Jacqueline Woodson

 

 

2018 - Piper

 

Gebunden

20,00 €

 

Zur Beerdigung ihres Vaters kehrt die junge Anthropologin August zurück nach New York, Stadt ihrer Kindheit. Hier, auf den Straßen Brooklyns, ist sie aufgewachsen. Hier hat sie Angela, Gigi und Sylvia getroffen, ihre drei Freundinnen, mit denen sie unzertrennlich über das glühende Pflaster Brooklyns der 70er-Jahre zog. Weiße verließen das Viertel, Drogendealer und traumatisierte Vietnamveteranen waren ihre Nachbarn, doch mit ihren Freundinnen fühlte sich August unverwundbar. Nichts schien unmöglich, wenn sie nur zusammenhielten. Doch haben sie dieser Welt etwas entgegenzusetzen? - "Ein anderes Brooklyn", Finalist für den National Book Award, stand auf der New-York-Times-Bestsellerliste und wurde hymnisch besprochen. Eindringlich und poetisch erzählt es von Freundschaft, Erinnerung und Aufwachsen in einem Brooklyn, das es so nicht mehr gibt.
"Ein so wacher Blick und eine so einzigartige Stimme. Ich liebe dieses Buch." Ann Patchett

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111 Orte in Heidelberg, die man gesehen haben muss.jpg111 Orte in Heidelberg,
die man gesehen haben muss

Reiseführer

HP Mayer

 

2017 - Emons

 

16,95 €

 

Die Stadt der Romantik verzaubert ihre Einwohner und über zwölf Millionen Gäste jährlich. Das Schloss, die alte Universität und die Altstadt-Kulisse am Neckar sind weltberühmt. Doch gerade abseits dieser touristischen Trampelpfade ist Heidelberg faszinierend, lebendig und modern.
"111 Orte in Heidelberg" ist eine Sammlung der wenig bekannten Details und der unbekannten Plätze und erzählt dazu immer eine spannende Geschichte. Wenn es noch nicht passiert ist, dann verlieren Sie mit diesen neuen Einblicken ganz sicher Ihr Herz in Heidelberg.

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